Der Gartenliebegarten/Konzept   

 

Der Garten ist sowohl Schaugarten für Kunden, als auch privater Garten.

Kunden wissen häufig, was sie im eigenen Garten nicht wollen, es fehlt aber an  Ideen, was alternativ möglich ist. Für diese  Kunden bietet ein Rundgang durch den Gartenliebegarten  Anregung, um eigene Vorstellungen zu entwickeln. Mit diesen neuen Ideen baue ich dann gemeinsam mit dem Kunden das Konzept für den Garten des Kundens.

 

 

Unabhängig davon ist es trotzdem auch unser privater Garten, in dem ich meine Gartenleidenschaft, meine Ideen und meine Kreativität lebe und ihnen Ausdruck verleihe. In dem häufig mal etwas verändert wird, weil neue Ideen ausprobiert werden wollen. Und in dem wir das Leben geniessen.

 

 

Der Garten ist kein Naturgarten, aber naturnah angelegt. Das heißt, es gibt Raum für viele einheimische Pflanzen mit den dazu gehörigen Insekten, und viel Wasser  für Frösche, Molche und Libellen.

 

 

Ein Thema, das sich seit langem durch meinen beruflichen Alltag zieht, ist "Standortgerechte Staudenpflanzung". Ein Thema, das mich seit Jahren fasziniert, und das hier im Garten immer wieder ausprobiert wird.

 

 

Der Garten befindet sich in den Ausläufern der Pinnaumarsch. Der Boden ist lehmig bis moorig. Es gibt verdichtete Schichten, die verhindern dass das Oberflächenwasser versickert. Also ist es in der Regenzeit sehr nass im Garten. In trockenen Zeiten ist es  genauso trocken wie überall. Daraus ergibt sich eine schwierige Pflanzsituation. Für viele Pflanzen ist es eigentlich zu nass, aber für Sumpfpflanzen zu trocken. Das Thema "Standortgerechte Pflanzung" ist hier besonders wichtig und  das ausprobieren, was möglich ist. Ein Beispiel: Wenn ich den schweren Lehmboden mit Sand und Split ausdünne, kann ich dann Lavendel und Co. pflanzen oder ist es trotzdem zu nass?

 

 

Ich gehöre zu den Menschen, die alle Pflanzen schön finden und gerne haben möchten. Obwohl ich viel getan habe, um den Standortansprüchen der Pflanzen gerecht zu werden, geht vieles nicht. Aber es gibt so viele spannende, schöne und immer neue Stauden dass es einfach ist, trotz aller Probleme eine Vielfalt zu pflanzen.

 

 

Einem Garten, dem ich schon beim Hineingehen ansehe, wie er in der hintersten Ecke aussieht, finde ich langweilig. Der Gartenliebegarten ist in mehrere Bereiche geteilt, die in der Farbgestaltung und in der Pflanzenwahl verschieden sind. Lediglich meine Vorliebe für Hosta und Astern zieht sich durch den ganzen Garten.

 

 

Der Vorgarten ist mit einer flächigen Bepflanzung pflegeleicht angelegt. Er ist schwerpunktmäßig in weiß gehalten.

 

Hinter dem Haus ist der eigentliche Wohngarten, mit Terrassen, Schwimmteich, Bachlauf und Staudenbeeten.

 

Daran anschliessend kommt der Küchengarten. Er war früher unser Bauerngarten. Leider hat der Buchsbaumpilz die Buchshecken zerstört. Mit einer neuen Aufteilung und Schneckenzaungesäumten Beeten ernten wir Gemüse und Obst. Außerdem wachsen hier bunt durcheinander Schnittstauden und Sommerblumen.

 

Es folgt der Gräserbereich, zu dem auch mein kleiner Senkgarten gehört.

 

Daneben befindet sich der Feuerplatz. Das ist der Platz, an dem am längsten die Abendsonne scheint. Er ist in den Feuerfarben gelb, orange, rot und weiß bepflanzt.

 

Weiterhin gibt es dann den Birkenhain mit Schattenstauden und den hinteren Wassergraben mit der Hydrangeapflanzung (Hortensien).

 

Das ist die grobe Einteilung des Gartens.  Daneben gibt es dann einige kleine Ecken, die zu entdecken sind. Es stehen überall Bänke zum Verweilen. Im Sitzen verändert sich der Blickwinkel, und das Auge kann entspannt über die Pflanzung wandern.

 

 

Meine Erfahrung mit Gartenbesuchern hat gezeigt, dass ein Gartenanfänger mit dem Garten überfordert ist und eine Führung mit Erklärung braucht. Wohingegen erfahrene Gärtner lange im Garten abtauchen.

 

So unterschiedlich wie die Gartenbesucher sind, ist auch die Kritik über den Garten. Sie geht von: So legt man doch keinen Garten an, da fehlt das sich wiederholende Thema, der rote Faden. Und die Rasenkanten müssen dringend gestochen werden, und viel zu viel Unkraut überall.  Bis hin zu: Wir sind schon drei Stunden hier und haben immer noch nicht alles gesehen. Und obwohl wir dachten, wir kennen alle Pflanzen stehen hier einige, die wir noch nie oder nur selten gesehen haben. Was für ein Paradies!

 

 

Falls Sie irgendwann mit einer Gruppe den Garten besichtigen möchten, planen Sie mindestens 2 Stunden Zeit ein, damit Sie den Garten entdecken und genießen können.

 

Januar 2015