2011 fand in Norderstedt eine Landesgartenschau statt.

 

 

 

Die Gesellschaft der Staudenfreunde, Regionalgruppe Hamburg, wurde von den Organisatoren der LGS gefragt, ob sie Interesse hätte, ein Staudenbeet zu gestalten. Der Regionalgruppenleiter bat mich, die Planung und Bauleitung zu übernehmen.

 

Vorgabe der Organisatoren der Landesgartenschau: Eine niedrige Bepflanzung, die den Blick auf die hinter dem Beet liegende Wiese frei lässt. Standort: Volle Sonne, der Boden lehmig, verdichtet, nass.

 

Um möglichst die Stauden aus der Nähe ansehen und auch beriechen zu können, planten wir einen Weg durch die Anpflanzung.

 

 

 

Die Besucher sollten in die Pflanzung hineingezogen werden, um Stauden ganz aus der Nähe erleben zu können. Stühle luden zum Verweilen ein, ein Buchsbaum als Würfel geschnitten ersetzte den Tisch. So gab es die Möglichkeit, Namen der Pflanzen notieren zu können. Dies setzte eine genaue Beschriftung voraus.

 

 

 

Das Beet wurde mit Gefälle zum Weg hin gebaut. Daraus ergab sich, dass der vordere tiefere Teil feuchter war als der hintere obere Bereich.

                                                                            

 

Der untere Bereich wurde hauptsächlich mit wasserliebenden Stauden wie Hemerocallis und Iris bepflanzt. In dem oberen Bereich haben wir den schweren Moor/Lehmboden mit Sand ausgedünnt, so dass hier eher die Stauden für trockene magere Standorte ihren Platz hatten.

 

Das Beet wurde in drei Farbflächen eingeteilt. Es gab einen diagonalen weiß-grauen Streifen, der den vorderen, unteren gelb-orange-rot-braunen Pflanzbereich von dem hinteren höheren rosa-lila-blauen Bereich trennte. Gräser wurden farbübergreifend gepflanzt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zusätzlich wurde in der Mitte des Beetes mit niedrig bleibenden Stauden eine Sichtachse vom Weg über den „Buchsbaumtisch“ und die Stühle auf die dahinter liegende Wiese gestaltet. Diese Sichtachse wurde durch  Stipa tennuissima hervorgehoben.